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Hausratversicherung
- unverzichtbar wichtig

In allen Versicherungstests, egal aus welcher Ecke sie kommen, sind sich alle einig, eine der wichtigsten Versicherungen ist die Hausratversicherung. Natürlich unterscheiden sich hier die Angebote zum Teil erheblich, aber dies ändert an der grundsätzlichen Notwendigkeit nichts. Und noch in einem weiteren Punkt sich alle Experten einig, den größten Fehler macht man, wenn man, aus welchen Gründen auch immer, unterversichert ist.

Die erste Frage, die sich ein Versicherungsnehmer stellt, ist natürlich: Was beinhaltet eine Hausratsversicherung alles. Hier sollte man zuerst die Grundsicherung erfragen, denn schon diese ist von Anbieter zu Anbieter verschieden. Beinhalten muss der Versicherungsschutz auf jeden Fall, dass alle Einrichtungsgegenstände gegen Wasser- oder Feuerschäden abgedeckt sind. Weiterhin sollte ein Schutz gegen Naturereignisse wie Sturm, Hagel bestehen. Weiterhin gehören Schäden durch Leitungswasser, Einbruchdiebstahl, Raub und Vandalismus dazu. Aber auch Folgekosten Kosten wie ein notwendig gewordener Hotelaufenthalt, wenn die Wohnung nicht mehr bewohnbar ist, alle Aufräumarbeiten usw. Es besteht aber auch die Möglichkeit, einen weiter gehenden Versicherungsschutz zu vereinbaren, wozu beispielhaft der Fahrraddiebstahl gehört.

Ist man sich über den Versicherungsschutz im Klaren, dann gilt es, den tatsächlichen Wert der zu versichernden Gegenstände zu ermitteln. Auf eines muss man hierbei immer achten: Niemals eine Schätzung über den Daumen vornehmen, sondern sich die Zeit nehmen, alle Gegenstände und deren Wert genau zu erfassen. Hier liegen die meisten Probleme bei der Abwicklung eines Versicherungsschadens, denn in den meisten Fällen stellt man spätestens dann fest, dass eine Unterversicherung vorliegt.

Die Versicherung ersetzt immer nur einen Schaden bis zum vertraglich vereinbarten Deckungsbetrag. Um ganz sicher zu gehen, sollte man bei Versicherungsabschluss dem tatsächlichen Wert noch einen prozentualen Puffer hinzurechnen, der zwischen zehn und 20 Prozent liegen sollte. Warum? Im Laufe der Zeit kommt es doch immer wieder zu Neuanschaffungen, die den zu versichernden Wert erhöhen. Mit dieser prozentualen Erhöhung ist man dann auf der sicheren Seite.

Ein Fallbeispiel soll die Gefahr einer Unterversicherung unterstreichen. Ermittelt man einen Wert von 100.000 Euro, schließt jedoch nur eine Deckungssumme von 50.000 Euro ab, versichert man sein Eigentum nur mit 50 Prozent. Tritt dann ein Schaden ein, der beispielsweise bei 10.000 Euro liegt, bezahlt die Versicherung nur 5.000 Euro, also nur die Hälfte. In diesem Fall kann eine Unterversicherung zu erheblichen finanziellen Verlusten führen.

Hat man Probleme, den genauen Wert einer Wohnungseinrichtung zu ermitteln, bieten verschiedene Versicherungen auch ein Pauschalangebot an. So kann man zum Beispiel einen Deckungsbetrag vereinbaren, der pauschal bei 700 Euro pro Quadratmeter liegen kann. Der Vorteil einer solchen Vereinbarung ist der, dass die Versicherung einen so genannten Unterversicherungsverzicht garantiert. In der Praxis heißt dies, dass die Versicherung auch dann bezahlt, wenn der entstandene Schaden wesentlich höher ist als die vereinbarte Deckungssumme. Der einzige Nachteil einer solchen Vereinbarung ist jedoch, dass man auch überversichert sein kann, was sich natürlich auf die Höhe der zu leistenden Beiträge auswirkt.

Vor allem Familien mit Kindern sollten sich mit der Hausratversicherung gegen Fahrraddiebstahl schützen. Hier sind die Versicherungsbedingungen zum Teil recht unterschiedlich. In einem Fall sind jedoch alle gleich: Wird einem Kind während eines Freibadbesuches das Fahrrad gestohlen, wird der Schaden immer ersetzt, wenn das Rad mit einem entsprechenden Schloss gesichert war. Der Schadenersatz ist also auch dann gegeben, wenn sich das Fahrrad nicht im oder am Haus befunden hat.

In allen Fällen gilt jedoch: Die Versicherung bezahlt nicht nur den Zeitwert der gestohlenen oder beschädigten Gegenstände, sondern immer den Wiederbeschaffungswert. Und dies ist dann doch beruhigend.