PKV Versicherung & Renten Versicherung auf Private-Versicherung.es

Grundwissen über Fonds

Der Definition nach ist ein Fonds eine Art Wertpapier, bei dem das Geld aller investierten Anleger von den Fondsgesellschaften gesammelt wird, um von dem jeweiligen Fondsmanager angelegt und verwaltet zu werden. Die Entscheidung, wo das Geld investiert wird, kann der einzelne Anleger nicht beeinflussen, er wird jedoch regelmäßig darüber informiert. Ein Anleger, der Fondsanteile kaufen möchte, muss ein Wertpapierdepot bei der Bank seiner Wahl haben. Die Eröffnung eines Wertpapierdepots erfolgt problemlos, ähnlich wie die Eröffnung eines Bankkontos. In der Regel sind für ein Wertpapierdepot Gebühren zu entrichten. Je nach Bank sind diese pro Quartal oder jährlich fällig. Allerdings bieten die Banken zunehmend gebührenfreie Depots an. Dieses gilt an erster Stelle für die Direktbanken und die Onlinebanken. Aber auch Filialebanken offerieren unter bestimmten Voraussetzungen Gratisdepots.

In der Regel entstehen beim Fondshandel auch andere Kosten. Denn für ihren Service lassen sich die Banken, die Fondsgesellschaften und die Fondsmanager gerne belohnen.

Die üblichen Kosten eines Fonds können sein:

• Ausgabeaufschlag (auch Agio genannt) - beim Kauf der Fondsanteile fällig, je nach Fonds und Fondsgesellschaften unterschiedlich, von 3 % bis über 6 % vom Kaufpreis
• Verwaltungsgebühr (je nach Fondsgesellschaft und Fonds unterschiedlich)
• Verkaufsgebühr (sehr selten) - fällig beim Verkauf der Fondsanteile

Sehr viele Fonds werden ohne Ausgabeaufschlag verkauft, dafür ist allerdings oft eine höhere Verwaltungsgebühr fällig. Fondskauf ohne Ausgabeaufschlag ist für Anleger interessant, die ihre Fondsanteile nicht langfristig, sondern kurzfristig halten.

Für langfristig orientierte Anleger zahlt sich der sehr hoch erscheinende Ausgabeaufschlag bei steigendem Kurs des Fonds nach wenigen Jahren aus.

Die Gewinne der Geldanlage in Fonds wird auf zwei Wegen erzielt: über Kursgewinne und über die Dividendenausschüttung, die jährlich gewährt wird.

Fonds werden sowohl an der Börse als auch außerbörslich gehandelt.

In Investmentfonds investieren kann auf verschiedenen Wegen erfolgen, wie:

• Es können Fondsanteile in der Form einer Einmalanlage gekauft werden: der Anleger kauft Fondsanteile für 5000 € oder 500 Fondsanteile und lässt diese im Depot liegen.
• Fondsanteile können auch in der Form eines Sparvertrages regelmäßig (monatlich) gekauft werden: der Anleger kauft monatlich Fondsanteile für 50 € und lässt diese im Depot liegen.
• Die Vermögenswirksamen Leistungen können in Fondsanteilen angelegt werden.
• Die Riester Rente (die 2001 eingeführte kapitalgedeckte private Altersversorgung) kann ebenfalls in Fondsanteilen angespart werden.

Der Finanzmarkt offeriert zahlreiche unterschiedliche Gruppen Fonds. Die Gruppierung der Fonds kann dabei nach verschiedenen Kriterien vorgenommen werden.

Je nachdem, wie das Fondsvermögen investiert wird, sind die folgenden Hauptgruppen Fonds zu erwähnen:

• Aktienfonds – investieren in mehreren Aktien
• Immobilienfonds – investieren in einer oder mehreren Immobilienobjekte
• Rentenfonds – investieren in mehreren festverzinslichen Papieren
• Schiffsfonds – investieren in Schiffe
• Geldmarktfonds – investieren in Rentenpapieren mit kurzen Restlaufzeiten
• Mischfonds – investieren in Aktien, Renten und Immobilien

Je nachdem, in welcher Region das Fondsvermögen investiert wird, sind die folgenden Beispiele Fonds zu erwähnen:

• Globale Fonds - investieren in Ländern der ganzen Welt
• Europäische Fonds - investieren in europäischen Ländern
• Länderfonds - investieren in einem Land (Deutschland, Italien, Spanien)

Je nachdem, für welche Gruppe Anleger konzipiert, sind die folgenden Hauptgruppen Fonds zu erwähnen:

• Publikumsfonds – sind dem breiten Publikum privater Anlegern zugänglich
• Spezialfonds – sind dem breiten Publikum privater Anlegern nicht zugänglich, sondern nur für einige wenige institutionelle Investoren konzipiert, sogar nur für einen einzigen Investor
• Geschlossenen Fonds – sind für eine begrenzte Anzahl Anleger konzipiert, haben eine lange Laufzeit, der Investor muss eine Mindestanlagesumme anlegen, die Anteile können nur ausnahmsweise vorzeitig verkauft werden